NEIN zur Chaos-Initiative
1. Wohlstand und Arbeitskräfte sichern
Die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative führt einen starren Bevölkerungsdeckel ein. Faktisch bedeutet das einen Zuwanderungsstopp durch die Hintertür. Schon heute scheiden mehr Menschen aus dem Arbeitsmarkt aus, als junge Arbeitskräfte nachrücken. Der demografische Wandel ist Realität. Ohne qualifizierte Zuwanderung verschärft sich der Fachkräftemangel drastisch – mit direkten Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft:
- Unternehmen finden kein Personal mehr und verlieren an Wettbewerbsfähigkeit
- Arbeitsplätze und Investitionen werden ins Ausland verlagert
- Innovation, Steuereinnahmen und Servicequalität nehmen ab
Die Initiative greift damit direkt das Fundament unseres Wohlstands an. Was als Nachhaltigkeit verkauft wird, gefährdet die wirtschaftliche Stärke der Schweiz.
2. Versorgungssicherheit und Sozialwerke unter massivem Druck
Zentrale Wirtschafts- und Lebensbereiche sind heute auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Das gilt insbesondere für das Gesundheitswesen, die Pflege, die Landwirtschaft, Bau, Gastronomie und den öffentlichen Verkehr. Ein starres Bevölkerungsoberlimit würde diese Systeme aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folgen wären spürbar und konkret:
- Personalmangel in Spitälern und Pflegeheimen
- Ausfälle und Leistungsabbau im öffentlichen Verkehr
- Engpässe bei Bauprojekten, Versorgung und Dienstleistungen
Gleichzeitig geraten die Sozialwerke zusätzlich unter Druck. Wenn weniger Menschen arbeiten und einzahlen, während die Zahl der Rentner weiter steigt, verschärft sich das Finanzierungsproblem der Altersvorsorge. Die Initiative verschlimmert genau jene Herausforderungen, die sie angeblich lösen will.
3. Bilaterale Beziehungen und Zugang zum EU‑Binnenmarkt gefährdet
Überschreitet die Schweiz die 10‑Millionen‑Grenze, zwingt die Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit. Damit greift automatisch die Guillotine‑Klausel – und sämtliche bilateralen Abkommen der ersten Generation fallen weg. Das hätte schwerwiegende Folgen für den wichtigsten Wirtschaftsraum der Schweiz:
- Verlust des gesicherten Zugangs zum EU‑Binnenmarkt
- Neue Handelshemmnisse und höhere Kosten für Unternehmen
- Wegfall von Planungs‑ und Investitionssicherheit
In einer ohnehin instabilen geopolitischen Lage wäre dies ein unnötiges und gefährliches Risiko. Die Initiative setzt leichtfertig zentrale wirtschaftliche Errungenschaften aufs Spiel.
4. Starre Grenzen schaffen Probleme – Lösungen sehen anders aus
Die Initiative ist radikal, aber wirkungslos. Nachhaltigkeit entsteht nicht durch fixe Obergrenzen, sondern durch intelligente, flexible und umsetzbare Massnahmen. Das betonen Bundesrat, Kantone und Wirtschaft gleichermassen. Was die Schweiz wirklich braucht, sind konkrete Lösungen:
- eine konsequente und glaubwürdige Asylpolitik
- mehr und schnellerer Wohnungsbau
- gezielter Ausbau von Verkehr und Infrastruktur
- bessere Nutzung des inländischen Arbeitskräftepotenzials
Statt pragmatische Antworten zu liefern, produziert die Initiative neue Unsicherheiten und wirtschaftliches Chaos. Für eine starke, erfolgreiche Schweiz braucht es lösungsorientierte Politik – keine starren Limits.
Zur Webseite: nein-chaos.ch/alliance/bern