JA zur Änderung vom 26. September 2025 des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz, ZDG)
Verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen
Die Revision des Zivildienstgesetzes verfolgt das Ziel, den Zivildienst wieder stärker auf seine ursprüngliche Rolle als Sonderlösung bei Gewissenskonflikten auszurichten und die Zahl der Zulassungen zu senken. Klare gesetzliche Rahmenbedingungen können Unternehmen helfen, besser vorauszuplanen – etwa, wenn Mitarbeitende während Militär- oder Zivildiensteinsätzen abwesend sind. Eine stabilere und berechenbarere Einsatzstruktur ermöglicht es Betrieben, Personal- und Projektplanung effizienter auszurichten.
Auswirkungen auf Arbeitskräfteverfügbarkeit und betriebliche Planung
Änderungen im Zulassungsverfahren und eine Mindestanzahl von 150 Diensttagen im Zivildienst können die zeitliche Verfügbarkeit junger Arbeitskräfte beeinflussen. Für Unternehmen bedeutet dies potenziell mehr Planbarkeit, da langfristigere und klarer begrenzte Abwesenheiten besser in Personalstrategien integriert werden können. Gleichzeitig schafft ein eindeutigerer Zugang zu den verschiedenen Dienstpflichtmodellen mehr Transparenz für Arbeitgeber.
Bedeutung für sicherheits- und versorgungsrelevante Wirtschaftsbereiche
Ein Ziel der Revision ist es, die Alimentierung der Armee und des Zivilschutzes langfristig sicherzustellen, indem der Wechsel vom Militär- in den Zivildienst eingeschränkt wird. Für Branchen, die auf funktionierende Sicherheits- und Krisenstrukturen angewiesen sind – wie Energie, Gesundheit, Logistik oder kritische Infrastrukturen – kann dies mittelbar zu stabileren Rahmenbedingungen beitragen. Ein gut funktionsfähiges Dienstpflichtsystem wirkt sich positiv auf die gesamtwirtschaftliche Resilienz aus. Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für Unternehmen und ein wichtiger Standortfaktor.
Zur Website: zivildienstgesetz-ja.ch