Der motorisierte Individualverkehr steht immer mehr unter Druck. Ausbauvorhaben haben es immer schwieriger. Es sind einige Verkehrsprojekte in der Pipeline, leider werden nicht alle als prioritär vom Bund eingestuft.





Bypass Bern Ost und Autobahnausbau

Im Weidmann-Bericht «Verkehr ’45» wurde das Projekt Bypass Bern Ost neu dem Realisierungshorizont «Weitere» zugeteilt und verliert damit leider an Priorität. Positiv ist hingegen, dass Bundesrat Rösti weiterhin am Ausbau zentraler Autobahnabschnitte im Kanton Bern festhält. Der HIV wird sich auch künftig aktiv für die Realisierung des Anschlusses Wankdorf einsetzen, da dieser für die Verkehrsentlastung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region von grosser Bedeutung bleibt.

Verkehrssanierungen Aarwangen und Burgdorf

Die wichtigen Verkehrssanierungen Aarwangen und Burgdorf wurden zwar bereits 2023 von der Stimmbevölkerung angenommen, konnten jedoch aufgrund anhaltender Beschwerden bisher nicht umgesetzt werden. Diese Verzögerungen belasten sowohl die regionale Mobilität als auch die betroffenen Gemeinden und Unternehmen. Der HIV verfolgt die Entwicklungen eng und setzt sich für eine rasche Klärung ein, damit diese dringend benötigten Projekte endlich vorankommen.

ÖV-Angebotskonzept / Konsultation

Im Konsultationsverfahren zum Angebotskonzept bzw. ÖV-Bericht hat sich der HIV umfassend eingebracht. Dabei wurden die Bedürfnisse der Wirtschaft hinsichtlich einer leistungsfähigen, zuverlässigen und gut vernetzten ÖV-Infrastruktur klar aufgezeigt. Der HIV betonte insbesondere die Bedeutung bedarfsgerechter Taktverdichtungen, attraktiver Umsteigepunkte und einer besseren Abstimmung zwischen Bus, Bahn und Strassenverkehr. Ziel ist ein ÖV-Angebot, das die Mobilität im Kanton Bern nachhaltig stärkt.

Engagement Mobilität





Weidmann-Bericht

Der ETH‑Bericht Verkehr 2045 zeigte, dass zentrale Verkehrsprojekte im Kanton Bern zu wenig Priorität erhalten und die Region damit verkehrspolitisch zurückzufallen droht. Der Handels- und Industrieverein Bern forderte insbesondere den raschen Ausbau der A1 und des Bypass Bern Ost, um Staus und Standortnachteile zu vermeiden. Positiv bewertet wurden Projekte wie der Grimseltunnel oder die Verkehrssanierung Emmentalwärts, deren Priorisierung bestätigt wurde. Kritisch sah der Verband hingegen fehlende Fortschritte bei Aarwangen, dem Hübelitunnel und der Westumfahrung Biel.

Vorstoss Verkehrssanierungen Burgdorf und Aarwangen

Die Verkehrssanierungen Burgdorf–Oberburg–Hasle («Emmentalwärts») und Aarwangen kommen trotz klarer Zustimmung der Bevölkerung weiterhin kaum voran. Anhaltende Beschwerden blockieren beide Projekte, obwohl sie für Lebensqualität, Verkehrssicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung der Region zentral wären. Der HIV hat sich 2025 aktiv für Fortschritte eingesetzt und politisch Druck aufgebaut, damit Regierung und Verwaltung die Verfahren beschleunigen. Dazu gehörte auch die Unterstützung einer Interpellation im Grossen Rat, welche die Verzögerungen kritisch thematisierte und vom Regierungsrat klare Antworten verlangte. Ziel des HIV bleibt eine rasche Umsetzung dieser dringend notwendigen Verkehrsinfrastrukturprojekte zugunsten von Mobilität und Standortattraktivität im Emmental und Oberaargau.

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