Freihandelsabkommen

Die Schweiz verfügt über ein Netz von 30 Freihandelsabkommen mit 40 Partnern - zusätzlich zum EFTA-Übereinkommen und dem Freihandelsabkommen mit der EU. Das Ziel der Freihandelsabkommen ist die Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen mit wichtigen Partnern weltweit. Der Schweizer Wirtschaft soll ein möglichst hindernisfreier Zugang zu internationalen Märkten verschafft werden; Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse sollen abgebaut werden. Dazu gehören z.B. technische Vorschriften, Verpackungs- und Kennzeichnungsvorschriften oder Importkontingente.

Die Abkommen der Schweiz werden meistens im Rahmen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) abgeschlossen, die Schweiz kann aber auch direkt Abkommen aushandeln, wie zum Beispiel mit China oder Japan. Eine aktuelle Übersicht über die Freihandelsabkommen erhalten Sie auf der Webseite der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV.

Aktuelle Informationen zu einzelnen Freihandelsabkommen

Ecuador (Freihandelsabkommen EFTA-Philippinen)

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und Ecuador tritt am 1. November 2020 in Kraft.

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Philippinen (Freihandelsabkommen EFTA-Philippinen)

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und den Philippinen ist für die Schweiz und die Philippinen am 1. Juni 2018 in Kraft getreten. Neu ist im Rahmen des Freihandelsabkommens EFTA-Philippinen seit dem 31. Mai 2019 die Rückerstattung von zu viel bezahlten Zollabgaben möglich.

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Indonesien (Freihandelsabkommen EFTA-Indonesien)

Am 16. Dezember 2018 haben Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, seine liechtensteinische Amtskollegin und die Vertreter von Island und Norwegen mit dem indonesischen Handelsminister Enggartiasto Lukita ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Mit dem Abkommen werden mittelfristig rund 98% der schweizerischen Ausfuhren in das bevölkerungsmässig viertgrösste Land der Welt zollbefreit.

Das Abkommen, auf das sich die EFTA und Indonesien Anfang November geeinigt hatten, wurde im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik der EFTA-Staaten und Indonesien unterzeichnet. Die EFTA ist somit der erste Freihandelspartner Indonesiens in Europa.

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Ecuador und Türkei (Freihandelsabkommen EFTA-Ecuador und Modernisierung FHA Türkei)

Der Bundesrat hat am 21. November 2018 die Botschaften zum Freihandelsabkommen (FHA) der EFTA-Staaten mit Ecuador sowie zum modernisierten FHA mit der Türkei verabschiedet. Die Botschaften werden zur Genehmigung an die eidgenössischen Räte überwiesen. Die beiden FHA zwischen den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) und Ecuador respektive der Türkei wurden am 25. Juni 2018 im isländischen Sauðárkrókur unterzeichnet. Sie haben einen sektoriell umfassenden Geltungsbereich. Im Falle der Türkei ist es das erste Mal, dass die EFTA eines ihrer bestehenden Abkommen einer umfassenden Modernisierung unterzogen hat.

Das FHA mit Ecuador verbessert den Marktzugang und die Rechtssicherheit für den Warenhandel (Industrie- und Agrarprodukte), den Dienstleistungshandel, die Investitionen und das öffentliche Beschaffungswesen.

Dank dem bestehenden FHA sind in der Türkei Industriegüter aus den EFTA-Staaten bereits heute umfassend zollbefreit. Mit der Modernisierung werden nun darüber hinaus unter anderem neue Bestimmungen zur gegenseitigen Anerkennung von Konformitätsprüfungen, zu den Ursprungsregeln, zum Schutz des geistigen Eigentums, zum Dienstleistungshandel sowie zu Handel und nachhaltiger Entwicklung im Abkommen verankert.

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Georgien (Freihandelsabkommen EFTA-Georgien)

Das Freihandelsabkommen (FHA) zwischen Georgien und den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) hat einen sektoriell umfassenden Geltungsbereich. Es umfasst unter anderem den Warenhandel (Industrie- und Landwirtschaftsprodukte), Ursprungsregeln, Zollverfahren und Handelserleichterungen.

Mit dem FHA werden die Zölle auf dem grössten Teil des bilateralen Handels mit Georgien vollständig oder teilweise abgebaut, und der Handel wird durch Erleichterungen bei Zollverfahren gefördert. Für Industrieprodukte erfolgt ab Inkrafttreten des Abkommens, mit wenigen Ausnahmen, eine umfassende Beseitigung aller Zollansätze.

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