Coronavirus

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat ein umfassendes Massnahmenpaket in Milliardenhöhe beschlossen. Ziel der auf verschiedene Anspruchsgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Aber auch der Kanton Bern bietet diverse Hilfestellungen an.

Die COVID-Massnahmen des Bundes in der Übersicht

Covid-19-Verordnung, gültig ab Samstag, 26. Juni 2021




Aktuelle Corona-Massnahmen im Kanton Bern

Härtefallhilfe der Wirtschaftsdirektion des Kantons Bern für Unternehmen

Berner Unternehmen, die stark unter den Folgen der Covid-19-Pandemie leiden, können finanzielle Unterstützung beantragen.

Wichtigste Anspruchvorausssetzungen sind:

  • Hauptsitz im Kanton Bern
  • Unternehmensgründung vor dem 1. Oktober 2020
  • Handelsregistereintrag
  • Mindestumsatz von CHF 50 000
  • Lohnkosten fallen überwiegend in der Schweiz an
  • Erforderliche Belege und Nachweise liegen vor

Neu: Die Gesuche können bis am 31. August 2021 eingereicht werden.

Vier Fälle der Sofortunterstützung
Härtefall 1 (Umsatzausfall)

Umsatzausfall von mehr als 40% während zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten
Härtefall 2 (Betriebsschliessung)

Behördliche Anordnung zur Betriebsschliessung von mind. 40 Tagen seit dem 1. November 2020
Härtefall 3 (kumulativ)

Umsatzausfall im Jahr 2020 von mehr als 40% + behördliche Anordnung zur Betriebsschliessung (mind. 40 Tage seit dem 1. Nov. 2020)
Härtefall 4 (Grosse Unternehmen)

Unternehmen mit einem Umsatz von über 5 Millionen Franken

Details zu den Härtefällen finden Sie in der Härtefallverordnung.

Härtefallunterstützung für grosse Unternehmen
Mit der Anpassung der Covid-19-Härtefallverordnung des Bundes wird die Härtefallunterstützung für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 5 Millionen Franken deutlich ausgebaut. Diese grossen Unternehmen können bis zu 5 Millionen Franken und unter Erfüllung zusätzlicher Voraussetzungen bis zu 10 Millionen Franken Härtefallunterstützung (à-fonds-perdu) beantragen.

Das Wichtigste zur Härtefallhilfe für grosse Unternehmen:

  • Für den Härtefall 4 ist zwingend ein neues Gesuch einzureichen.
  • Härtefall 4

Gegründet zwischen März und Oktober 2020
Neu sind auch Unternehmen antragsberechtigt, die zwischen 1. März und dem 30. September 2020 gegründet wurden. Da der massgebende Umsatz in den Zeitraum der Pandemie fällt, kann für solche Unternehmen keine Umsatzeinbusse berechnet werden. Ihnen steht die Unterstützung gemäss Härtefall 2 (Betriebsschliessung) zu, wenn sie die Kriterien erfüllen.

Das Wichtigste zur Härtefallhilfe aufgrund behördlich angeordneter Schliessung:

Zusätzliche Schliessungstage für Restaurants/Bars/Clubs/Diskos bis und mit 30. Mai 2021
Restaurants, Bars, Clubs und Diskotheken gelten weiterhin als «behördlich geschlossen», selbst wenn sie teilweise ihre Aussenbereiche öffnen dürfen (Entscheid des Bundesrates vom 14. April 2021). Diesen Unternehmen werden automatisch weitere 42 Schliessungstage angerechnet und ausbezahlt, d.h. bis und mit 30. Mai 2021. Die Unternehmen müssen kein neues Gesuch einreichen.

Wechsel innerhalb des Härtefallprogramms ab Frühsommer 2021 möglich
Ein einmaliger Wechsel innerhalb des Härtefallprogramms (z.B. von Fall 2 «Betriebsschliessung» zu Fall 1 «Umsatzeinbusse») bzw. ein einmaliger Wechsel der Umsatzperiode von 12 Monaten im Fall 1 «Umsatzeinbusse» ist möglich.

  • Unternehmen, die bereits einen Wechsel beantragt haben, müssen keine weiteren Vorkehrungen treffen.
  • Unternehmen, die einen Wechsel beantragen möchten, können das ab Frühsommer 2021 tun.
  • Ein Rückzug eines Wechselgesuches ist jederzeit möglich. Wir weisen darauf hin, dass mit dem Wechselgesuch auch das Dividendenverbot bis Ende 2024 verlängert wird.

Mindestumsatzgrenze auf CHF 50 000 gesenkt
Seit dem 8. April 2021 müssen Unternehmen mindestens einen Jahresumsatz von 50 000 Franken ausweisen, um Härtefallhilfe zu erhalten. Sonst gelten für die Unternehmen die gleichen Kriterien und Anforderungen wie im bisherigen Vollzug. Sie müssen im Handels-register eingetragen sein, ausser es handelt sich um Vereine, deren Gesuch um Eintrag das Handelsregisteramt abgelehnt hat.

Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 50 000 und 100 000 Franken, deren Gesuch wegen der Mindestumsatzgrenze abgelehnt worden ist, können per sofort ein neues Gesuch einreichen.

Letzte Neubeurteilung von bereits behandelten Gesuchen
In der kantonalen Härtefallverordnung ist neu eine Regelung enthalten, die eine abschliessende Wiedererwägung ermöglicht. Das Unternehmen wählt dabei, ob es eine Pauschale will oder ein komplett neues Gesuchsverfahren anstrebt. Damit schafft der Regierungsrat die Grundlage für einen vereinfachten und geordneten Abschluss des Härtefall-Programms per 31. August 2021.

Sie können Ihr Härtefallgesuch wie folgt abschliessen:

  • mit einem Antrag auf eine Pauschale.
  • komplette Neubeurteilung mit einem neuen Gesuch.

Sämtliche Informationen zum Verfahren und zu den Bedingungen finden Sie auf der Webseite Covid-Support des Kantons Bern. Eine Hotline steht den Unternehmen unter der Nummer 031 636 96 00 für Fragen zur Verfügung.

Betriebstests im Rahmen der Corona-Teststrategie im Kanton Bern

Das Berner Testkonzept ermöglicht allen Institutionen, Schulen, Heimen und Betrieben regelmässig breite Massentests zu organisieren und durchzuführen. Dabei stehen der Kanton, wie auch die Organisationen Südland Health, MiSanto AG und ender diagnostics ag, beratend zur Seite und leisten Hilfestellung. Koordiniert werden die Testungen vom Sonderstab der Gesundheitsdirektion.

Betriebe, die interne Coronatests für ihre Mitarbeitenden durchführen möchten, können sich unter www.be.ch/betriebstests anmelden. Für die Organisation und Durchführung der Testungen sind die Betriebe selber zuständig. Die Kosten werden über den Kanton verrechnet und vom Bund übernommen. Mehr Informationen finden Sie im entsprechenden Factsheet "Betriebstests" (Grundsätze für repetitive Testungen von symptomlosen Personen in Betrieben).




Aktuelle Corona-Massnahmen des Bundes

Der Bundesrat hat diverse Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus (und der neuen Virusvarianten) sowie zur Unterstützung von Firmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beschlossen. Hier finden Sie die wichtigsten Beschlüsse kurz zusammengefasst.


Weiterhin gilt:

Kurzarbeit / Erwerbsausfallentschädigung

Die Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung stellt eine lückenlose Weiterführung der wesentlichen Bestimmungen zur Kurzarbeitsentschädigung während der Pandemie sicher. Neu können auch Arbeitnehmende auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend machen, die seit mindestens sechs Monaten im Betrieb tätig sind. Die Änderungen treten rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft. Sie stellen für diese Personengruppe somit einen Anspruch ohne Unterbruch seit März 2020 sicher.

Der Bundesrat hat entschieden, bis Ende September 2021 das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) beizubehalten.

Ergänzend dazu wurde vom Bundesrat am 4. November 2020 der Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz auch für indirekt betroffene Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung verlängert. Folgende Personen, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus eingeschränkt ist, können Corona-Erwerbsersatz beziehen:

  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot
  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse

Hier finden Sie die entsprechende Medienmitteilung des Bundesrats.

Bei der Kurzarbeitsentschädigung wurde die Bezugsdauer auf 24 Monate verlängert. Mit dem Covid-19-Gesetz wurden verschiedene Massnahmen, die im Frühjahr per Notrecht eingeführt worden waren, ins ordentliche Recht überführt. Das Covid-19-Gesetz

  • bietet dem Bundesrat die Grundlage, Selbstständigerwerbenden sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihre Erwerbstätigkeit auf-grund von Massnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epide-mie unterbrechen oder massgeblich einschränken müssen, Zugang zum Corona-Erwerbsersatz (EO) zu ermöglichen.
  • Ermöglicht dem Bund, kantonale «Härtefall»-Massnahmen für besonders stark betroffene Unternehmen mitzufinanzieren. Entsprechende Arbeiten zum Corona-Erwerbsersatz und der «Härtefall»-Regelung sind bei den Kantonen und beim Bund im Gang und werden möglichst rasch umgesetzt.
  • sieht Unterstützungsmaßnahmen für die Bereiche Sport, Kultur und öffentlicher Verkehr vor.

Quarantäneregelungen

Für Einreisen aus dem Schengen-Raum wird grundsätzlich die Quarantänepflicht aufgehoben. Eine Testpflicht besteht nur noch für mit dem Flugzeug einreisende Personen, die nicht geimpft und nicht genesen sind. Die Kontaktdaten werden künftig noch bei der Einreise mit dem Flugzeug verlangt. Zudem lockert die Schweiz die noch bestehenden Einreisebeschränkungen für nachweislich geimpfte Drittstaatsangehörige.

Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit einer besorgniserregenden Virusvariante ausserhalb des Schengen-Raums einreisen und weder vollständig geimpft noch genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt eine entsprechende Liste dieser Staaten und Gebiete. Die Liste wird laufend angepasst. Ein negatives Testergebnis hebt die Quarantänepflicht nicht auf, verkürzt diese aber. Sie können die Quarantäne bereits ab dem 7. Tag verlassen, falls ein negatives Resultat eines Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests vorliegt.

Wer sich einer Quarantäne entzieht, begeht eine Übertretung, die mit Busse (maximal CHF 10'000) bestraft wird, bei Fahrlässigkeit mit Busse bis zu CHF 5'000. Zuständig für die Strafverfolgung sind die Kantone.

Quarantänepflicht im Kanton Bern/Meldeformular

Personen, welche aus einem Risikogebiet (Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko auf der Webseite des BAG) in die Schweiz zurückkehren sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Sie müssen sich während 10 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufhalten (Quarantäne). Ebenfalls müssen sich all diese Personen innerhalb von 2 Tagen nach der Einreise beim Domizil-Kanton melden. Für den Kanton Bern ist das entsprechende Online-Meldeformular auf der Webseite www.be.ch/corona aufgeschaltet. --> Direktlink auf das Online-Formular "Einreisemeldung"

Maskenpflicht

Es gilt eine Maskenpflicht für alle Personen in öffentlich zugänglichen Innenräumen sowie in Wartebereichen des öffentlichen Verkehrs und an Bahn- und Flughäfen. Neu muss in den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben keine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind

  • Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können und
  • Kinder unter 12 Jahren.

Übersicht über die finanzielle Unterstützung der Eidgenossenschaft für Firmen, Selbständigerwerbende und Branchen.




Erklärvideos des Bundes

Auf dem Youtube-Kanal des Bundesrates finden Sie Erklärvideos zu verschiedenen Themen aus dem Notprogramm zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus:




Ausfüllhilfe für Kurzarbeitsformulare

Bereits mehrmals hat der Bundesrat seine bisherige Strategie bestätigt und mitgeteilt eine Verlängerung und die gezielte Ausweitung der Unterstützungsleistungen (Kurzarbeit, Erwerbsersatz) anzustreben.

Hier sehen Sie Beispiele, wie Gesuche um Voranmeldung der Kurzarbeit ausgefüllt werden:

Formular bei Angestellten von Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, Genossenschaft) + Zusatzblatt
Formular bei Angestellten von Einzelfirmen/Kollektivgesellschaften + Zusatzblatt

Direktlink auf das auszufüllende Formular «Voranmeldung von Kurzarbeit» (Excel-Datei).

Liquiditätshilfen/Überbrückungskredite:

Mit Überbrückungskrediten (COVID-19-Kredite) wurden betroffene Unternehmen unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützt. Die Frist für Kreditgesuche ist am 31. Juli 2020 abgelaufen. Webseite mit aktuellen Informationen zu den COVID-19-Krediten.

Ihre Kontaktperson beim HIV

Handels- und Industrieverein des Kantons Bern
Jasmin Waldvogel

Kramgasse 2, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 388 87 84
Kontakt

Weitere Informationen stehen Ihnen auch unter www.fokuscorona.ch zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Unternehmung alles Gute in der schwierigen Situation und hoffen, dass wir Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen können. Für Fragen steht Ihnen unsere Rechtsauskunftsstelle gerne zur Verfügung. Am besten erreichen Sie uns übers E-Mail corona@bern-cci.ch. Sie erhalten dann rasch eine Antwort.


Letzte Aktualisierung: 6. Juli 2021