Coronavirus

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat ein umfassendes Massnahmenpaket in Milliardenhöhe beschlossen. Ziel der auf verschiedene Anspruchsgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen.

Aktuelles zu den Corona-Massnahmen des Bundes

Der Bundesrat hat am Mittwoch, 28. Oktober 2020, mehrere neue Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und zur Unterstützung von Firmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beschlossen. Hier finden Sie die entsprechenden Beschlüsse kurz zusammengefasst.

Kurzarbeit / Erwerbsausfallentschädigung

Die Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung stellt eine lückenlose Weiterführung der wesentlichen Bestimmungen zur Kurzarbeitsentschädigung während der Pandemie sicher. Neu können auch Arbeitnehmende auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend machen, die seit mindestens sechs Monaten im Betrieb tätig sind. Die Änderungen treten rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft. Sie stellen für diese Personengruppe somit einen Anspruch ohne Unterbruch seit März 2020 sicher. Ihr Anspruch ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.

Ergänzend dazu wurde vom Bundesrat am 4. November 2020 der Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz auch für indirekt betroffene Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung verlängert. Folgende Personen, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus eingeschränkt ist, können Corona-Erwerbsersatz beziehen:

  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot
  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse

Hier finden Sie die entsprechende Medienmitteilung des Bundesrats.

Bei der Kurzarbeitsentschädigung wurde die Bezugsdauer auf 18 Monate verlängert. Mit dem Covid-19-Gesetz wurden verschiedene Massnahmen, die im Frühjahr per Notrecht eingeführt worden waren, ins ordentliche Recht überführt. Das Covid-19-Gesetz

  • bietet dem Bundesrat die Grundlage, Selbstständigerwerbenden sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihre Erwerbstätigkeit auf-grund von Massnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epide-mie unterbrechen oder massgeblich einschränken müssen, Zugang zum Corona-Erwerbsersatz (EO) zu ermöglichen.
  • Ermöglicht dem Bund, kantonale «Härtefall»-Massnahmen für besonders stark betroffene Unternehmen mitzufinanzieren. Entsprechende Arbeiten zum Corona-Erwerbsersatz und der «Härtefall»-Regelung sind bei den Kantonen und beim Bund im Gang und werden möglichst rasch umgesetzt.
  • sieht Unterstützungsmaßnahmen für die Bereiche Sport, Kultur und öffentlicher Verkehr vor.

Quarantäneregelungen

Für eine vergleichbare Beurteilung des Ansteckungsrisikos in den verschiedenen Ländern, werden die durchschnittlichen Neuinfektionen pro 100 000 Personen in den letzten 14 Tage angeschaut. Bei der Einführung der Reisequarantäne waren die Fallzahlen in der Schweiz relativ tief. In der «Covid-19 Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs» wurde definiert, dass ab einer Inzidenz von 60 ein erhöhtes Risiko einer (eingeschleppten) Infektion besteht. Mit der Verordnungsanpassung kommen nur noch Staaten und Gebiete auf die Quarantäneliste, deren Inzidenz um mehr als 60 höher ist als die Inzidenz der Schweiz. Die Quarantänedauer beträgt nach wie vor 10 Tage ab der Einreise in die Schweiz.

Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind:

  • Geschäftsreisende, die aus einem wichtigen Grund reisen, der sich nicht verschieben lässt.
  • Personen, die aus einem wichtigen medizinischen Grund reisen, der sich nicht verschieben lässt.

Wer sich einer Quarantäne entzieht, begeht eine Übertretung, die mit Busse (maximal CHF 10'000) bestraft wird, bei Fahrlässigkeit mit Busse bis zu CHF 5'000. Zuständig für die Strafverfolgung sind die Kantone.

Quarantänepflicht im Kanton Bern/Meldeformular

Personen, welche aus einem Risikogebiet (Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko auf der Webseite des BAG) in die Schweiz zurückkehren sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Sie müssen sich während 10 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufhalten (Quarantäne). Ebenfalls müssen sich all diese Personen innerhalb von 2 Tagen nach der Einreise beim Domizil-Kanton melden. Für den Kanton Bern ist das entsprechende Online-Meldeformular auf der Webseite www.be.ch/corona aufgeschaltet. --> Direktlink auf das Online-Formular "Einreisemeldung"

Maskenpflicht

Es gilt eine Maskenpflicht für alle Personen in öffentlich zugänglichen Innenräumen sowie in Wartebereichen des öffentlichen Verkehrs und an Bahn- und Flughäfen. Neu muss auch in den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben eine Maske getragen werden, wie zum Beispiel Läden, Veranstaltungsorte, Restaurants und Bars oder Wochen- und Weihnachtsmärkte. Eine Maskenpflicht gilt auch in belebten Fussgängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann.

Ebenso gilt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz, es sei denn der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden (z.B. Einzelbüros). Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollen soweit möglich Homeoffice ermöglichen und an Arbeitsstätten für den Schutz der Mitarbeitenden sorgen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind

  • Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können und
  • Kinder unter 12 Jahren.

Erklärvideos des Bundes

Auf dem Youtube-Kanal des Bundesrates finden Sie Erklärvideos zu verschiedenen Themen aus dem Notprogramm zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus:




Ausfüllhilfe für Kurzarbeitsformulare

Bereits mehrmals hat der Bundesrat seine bisherige Strategie bestätigt und mitgeteilt eine Verlängerung und die gezielte Ausweitung der Unterstützungsleistungen (Kurzarbeit, Erwerbsersatz) anzustreben.

Hier sehen Sie Beispiele, wie Gesuche um Voranmeldung der Kurzarbeit ausgefüllt werden:

Formular bei Angestellten von Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, Genossenschaft) + Zusatzblatt
Formular bei Angestellten von Einzelfirmen/Kollektivgesellschaften + Zusatzblatt

Direktlink auf das auszufüllende Formular «Voranmeldung von Kurzarbeit» (Excel-Datei).

Liquiditätshilfen/Überbrückungskredite:

Mit Überbrückungskrediten (COVID-19-Kredite) wurden betroffene Unternehmen unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützt. Die Frist für Kreditgesuche ist am 31. Juli 2020 abgelaufen. Webseite mit aktuellen Informationen zu den COVID-19-Krediten.

Aktuelle COVID-Massnahmen des Bundes in der Übersicht

Bei dieser Übersicht handelt es sich um Mindestmassnahmen zurzeit in der ganzen Schweiz gelten. Informationen zu den zusätzlichen kantonalen Massnahmen finden Sie auf der Webseite des jeweiligen Kantons. Die gesammelten Links zu den kantonalen Informationsangeboten finden Sie auf der Webseite www.ch.ch. Wo die kantonalen Massnahmen strenger sind als die nationalen, gilt es diese zu beachten.

So sind im Kanton Bern beispielsweise auch Veranstaltungen mit 50 Personen aktuell nicht erlaubt, die kantonale Obergrenze liegt bei maximal 15 Personen!




Ihre Kontaktperson beim HIV

Handels- und Industrieverein des Kantons Bern
Lars Guggisberg

Kramgasse 2, Postfach, 3001 Bern
Tel. 031 388 87 84
Kontakt

Weitere Informationen stehen Ihnen auch unter www.fokuscorona.ch zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Unternehmung alles Gute in der schwierigen Situation und hoffen, dass wir Sie im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen können. Für Fragen steht Ihnen unsere Rechtsauskunftstelle gerne zur Verfügung. Am besten erreichen Sie uns übers E-Mail corona@bern-cci.ch. Sie erhalten dann rasch eine Antwort.


Letzte Aktualisierung: 6. November 2020