Auswirkungen einer expansiven Geldpolitik

Podium im Rahmen des Treffpunkt Wirtschaft:

Was sind die Folgen der expansiven Geldpolitik?

Obwohl die Wirtschaft nachweislich boomt, verfolgt die Schweizer Nationalbank (SNB) weiter eine expansive Geldpolitik. In konjunkturell guten Zeiten treten die Notenbanken normalerweise auf die Bremse, um einen ungewollten Preisanstieg zu verhindern. In Zeiten des Abschwungs wird durch eine Erhöhung der Geldmenge genau das Gegenteil angestrebt. Nun scheint aber seit einigen Jahren diese klassische Funktionslogik in der Geldpolitik wie ausgehebelt. Der Unterschied zwischen der Wirtschaftslage und der Geldpolitik vergrössert sich. Dies führt zum Beispiel auf dem Immobilienmarkt zu negativen Begleiterscheinungen. Die SNB ist natürlich auch abhängig von der Europäischen Zentralbank (EZB). Fehlt der Zinsunterschied zum EU-Raum, gerät auch der Schweizer Franken und somit die Exportwirtschaft wieder stärker unter Druck. Als Konsequenz müsste die SNB erneut auf dem Devisenmarkt intervenieren.

Im Rahmen des Treffpunkt Wirtschaft diskutierten:
Antoinette Hunziker-Ebneter, Verwaltungsratspräsidentin der BEKB
Daniel Ducrey, CEO Mobimo

Antoinette Hunziker-Ebneter, hatte deutliche Worte gewählt: «Es ist einkrankes System».
Lesen Sie dazu den >>> Bericht im Bieler Tagblatt vom 27. November 2019