Handels- und Industrieverein des Kantons Bern · Kramgasse 2 · 3001 Bern · Tel. 031 388 87 87 · Fax 031 388 87 88 · info@bern-cci.ch

Mitmachen beim Gemeinderating

Grundidee und Zielsetzung des Gemeinderatings

Die Gemeinden tragen viel zur Gestaltung ihres wirtschaftlichen Umfeldes bei und nehmen so Einfluss auf den Standortwettbewerb. Da sie sich dessen oft zu wenig bewusst sind, sollen sie durch ein Rating der Standortqualitäten dafür sensibilisiert werden und gleichzeitig ein Instrument zur Optimierung ihrer Standortpolitik erhalten.

Der Handel- und Industrieverein des Kantons Bern verfolgt mit seinem Projekt mehrere Zielsetzungen: So soll der Bericht den Gemeinden ihre Stärken und Schwächen im Vergleich zu andern Gemeinden - im Benchmarking - aufzeigen und damit zu ihrer gezielten Pflege und Gestaltung Anstoss geben. Zudem sollen Unternehmungen, Banken und Beratern durch das Rating eine Fülle von Informationen zur Evaluierung von Standorten geliefert werden. Das Gemeinderating ist das erste Rating dieser Art schweizweit – dadurch soll es nicht zuletzt unserem Kanton im nationalen Standortwettbewerb zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen.

Methode

Der Handel- und Industrieverein des Kantons Bern hat für sein Gemeinderating eine transparente, nachvollziehbare und pragmatische Methode gewählt, welche die Mitarbeit der Gemeinden mit Interviews einbezieht.

Bis anhin fokussierte das Rating die vier ersten für eine unternehmerische Standortbeurteilung wichtigen Faktorengruppen. Da bei der Auswahl des Wohnsitzes von Familien und Kaderleuten Aspekte der Umgebung und Lebensqualität immer wichtiger werden, wurde beim letzten Update 2007 die Faktorengruppe 5 ausgearbeitet.

  • Steuern und Gebühren (Faktorengruppe FG 1)
  • Verkehr und Parkieren (Faktorengruppe FG 2)
  • Bauliche Voraussetzungen (Faktorengruppe 3)
  • Weiche Standortfaktoren (Faktorengruppe FG 4)
  • Umgebung und Lebensqualität (Faktorengruppe FG 5)

Die Grundlage des Ratings bildet nach wie vor die gleiche Reihe von Verhaltens- und Zustandsmerkmalen einer Gemeinde, die für die wirtschaftliche Standortgunst bedeutsam sind. Die Aufgliederung in 20 Fragen mit insgesamt 42 Einzelfragen gewährleistet eine differenzierte Beurteilung. Jedes der 20 Kriterien erhält für die Bewertung das gleiche Gewicht. Diese einfache Regelung überzeugt gegenüber ausgeklügelten Gewichtszuteilungen und ermöglicht freie Nachauswertungen. Ebenfalls stellt das gewählte Vorgehen sicher, dass bei allen Gemeinden die Werte innerhalb einer Zeitspanne von vier Jahren und relativ gleichzeitig erhoben werden.

Abgrenzungen

Unsere Studie analysiert ausschliesslich gemeindespezifische Qualitäten. Kantonale Ordnungen wie Steuerrecht, Ausbildungsstrukturen, Baugesetz usw. werden nicht erfasst. Ebenso werden parteipolitische Strukturen nicht berücksichtigt. Es war auch klar, dass nicht alle 400 Berner Gemeinden analysiert werden konnten. Unsere Auslese von Gemeinden ab 2‘000 Einwohner und 300 Arbeitsplätzen im 2. und 3. Sektor führte zur Erfassung von 129 Gemeinden (32,7%), 81,0% der Bevölkerung und 92,7% der Arbeitsplätze.

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