· · · Tel. · Fax ·

Treffpunkt Wirtschaft

Optimales Umfeld für Pioniere
Seit vielen Jahrzehnten schlagen mutige Unternehmerpersönlichkeiten neue Wege ein und prägen somit unsere Region. Seeländer Produkte werden weltweit exportiert und nehmen einen wichtigen Platz in der globalen Wirtschaft ein. Doch wohin geht der Weg? Wie werden der Fachhochschulcampus und der Swiss Innovation Park die künftige Entwicklung des Seeländer Pioniergeistes beeinflussen? Und wie hoch ist die Standortattraktivität für neue Firmen wirklich? Am Treffpunkt Wirtschaft, welcher zweimal jährlich stattfindet und durch die Wirtschaftskammer Biel-Seeland (WIBS) und die Sektion Biel-Seeland des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV) organisiert wird, diskutierten verschiedene Akteure aus Bildung und Wirtschaft genau diese Themen.

Rund 200 Mitglieder der Wirtschaftsverbände folgten der Einladung in das Bieler Volkshaus und profitierten von einer spannenden Veranstaltung mit interessanten Persönlichkeiten.

Das Seeland gewinnt
Uwe E. Jocham, Direktionspräsident der CSL Behring und Präsident des Verbandes Berner Arbeitgeber, begann mit einer kurzer Vorstellung der CSL Behring und erläuterte ausführlich die Geschichte der Unternehmung am Standort Wankdorf in Bern.

Im zweiten Teil seines Vortrages wurde die Selektion aus Sicht der CSL Behring für den neu geplanten Produktionsstandort erläutert.
Herr Uwe E. Jocham präsentierte den anwesenden Gästen eine Auswahl von sehr spannenden Hintergrundinformationen, welche zum finalen Entscheid führten. Zu Beginn des Auswahlverfahrens waren über 40 mögliche Orte in unterschiedlichsten Ländern auf verschiedenen Kontinenten im Gespräch. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen potentiellen Niederlassungen, blieben am Ende noch Singapur und die Schweiz als mögliche Optionen übrig. Eher überraschend waren die Gewichtungen der Kriterien, welche zum definitiven Entscheid führten. So waren es nicht Aspekte wie Lebensqualität, Arbeitsmarkt oder Handelsvorschriften die auschlaggebend waren, sondern viel mehr die technische Realisierbarkeit des Neubaus und des Produktionsbetriebes sowie die politischen Rahmenbedingungen. Zusammenfassend konnte man feststellen, dass ein international erfolgreiches Unternehmen wie die CSL Behring sich in erster Linie für den Standort Schweiz und in einem nächsten Schritt für das seeländische Lengnau entschieden hat.

Am Ende der Präsentation wies Herr Uwe E. Jocham  auf die Wichtigkeit der aktuellen Entwicklungen im Seeland hin. Vor allem im Bereich der Bildung und Forschung sieht er eine grosse Chance für die hier ansässigen Unternehmen. Der Campus der Berner Fachhochschule wird zukünftig eine sehr wichtige Ausbildungsinstitution für die gesamte Region darstellen und wird dafür sogen, dass Seeländer Firmen auch nachhaltig mit den nötigen hoch qualifizierten Arbeitskräften versorgt werden. Aus- und Weiterbildung sei der Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und wirtschaftliches Wachstum. Erfreut sei man aber auch über den Bundesratsentscheid, Biel als einen Netzwerkstandort des Swiss Innovation Parks auszuwählen. Dadurch bekommt die Region einen zuverlässigen Partner bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Zudem ermöglicht der SIP einen wichtigen Zugang zu Wissens- und Technologietransfer.

Durch die anschliessende Podiumsdiskussion führte SRF Korrespondent Urs Gredig und es wurde unter anderem die Rolle der Fachhochschulen, den Swiss Innovation Park sowie den Seeländer Pioniergeist diskutiert. Neben Uwe E. Jocham debattierten Herbert Binggeli, Rektor der Berner Fachhochschule, Felix Kunz, Unternehmer und Geschäftsführer der InnoCampus AG und André Klopfenstein, Managing Partner der Creaholic SA.

Dabei wurden speziell die Innovationskraft der regionalen Firmen sowie die Stärken der Industriestadt Biel hervorgehoben. Ebenfalls thematisiert wurde die Wichtigkeit einer Zentralisierung der technischen Fachhochschuldisziplinen am Standort Biel. Die Industrienähe bietet für Studenten die ideale Grundlage erfolgreich angewandte Forschung mit grossem Praxisbezug zu betreiben.

Beim anschliessenden Networking-Apéro tauschten sich die zahlreichen Teilnehmer über die spannenden Inputs aus und nutzen die tolle Gelegenheit zur Netzwerkpflege.